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Wurzelbehandlung Wissenswertes auf einen Blick

Infiziert sich der Zahnnerv aufgrund von Karies, Rissen in den Zähnen, Zähneknirschen oder auch durch einen Unfall, ist eine Wurzelbehandlung dringend nötig. Symptome solch einer Entzündung sind unter anderem starke Zahnschmerzen, Druck- und Temperaturempfindlichkeit, ein Pochen im Zahn oder auch Zahnfleischbluten.
Wird auf die Behandlung verzichtet, kann dies zum Absterben des Nervs führen und die Entzündung kann sich ausbreiten.

Was genau passiert bei einer Wurzelbehandlung?

Zusammengefasst muss der Zahnarzt unter örtlicher Betäubung den betroffenen Zahn öffnen sowie die damit zusammenhängenden Kanäle reinigen und desinfizieren. Doch betrachten wir den ganzen Prozess einmal genauer.

Zunächst wird ein Zugang zum Zahnmark erstellt, um diesen mit speziellen Instrumenten reinigen zu können. Anschließend wird dieser Zugang mit antibakteriellen Spülungen gereinigt und so Bakterien abgetötet. Damit sich der Zahn nicht erneut entzündet, werden behandelte Wurzelkanäle mit einer speziellen Füllung befüllt. Diese wird letztlich mit einer weiteren Füllung oder Krone versiegelt. Die gesamte Behandlung dauert in der Regel eineinhalb bis zwei Stunden.

Es kann allerdings sein, dass die Behandlung scheitert, da sie aufgrund der vielen feinen Wurzelkanäle äußerst kompliziert ist. Ist dies der Fall, ist ein zweiter Eingriff, eine Revisionsbehandlung nötig. Diese verläuft wie die erste Behandlung ab, ist allerdings zeitaufwändiger. Füllungen müssen wieder entfernt werden und die Bakterien werden mit Medikamenten behandelt.

Missglückt auch die Revisionsbehandlung, so muss eine Wurzelspitzenresektion, ein kleiner chirurgischer Eingriff, durchgeführt werden. Dafür muss das Zahnfleisch nahe der Wurzelspitze gelöst werden, um einen Knochenteil freizulegen. Anschließend werden sowohl die Wurzelspitze, als auch entzündetes Gewebe entfernt, da so eine erneute Infektion größtenteils ausgeschlossen werden kann. Die behandelten Bereiche werden nachfolgend gereinigt und erneut befüllt.

Da die Erfolgschancen einer Wurzelspitzenresektion bei ungefähr 50 Prozent liegen, besteht als letzte Alternative noch die Möglichkeit, den betroffenen Zahn zu ziehen und die dadurch entstehende Lücke durch ein Implantat oder eine Brücke zu schließen.

Was muss ich nach dem Eingriff beachten?

Bis die Betäubung vollständig nachgelassen hat, sollte die Nahrungsaufnahme sowie das Trinken von Heißgetränken vermieden werden, da dies zu Verletzungen des Mundraums führen kann. In den ersten 24 Stunden sollte zudem auf Rauchen, Kaffee, Schwarztee und sehr harte Lebensmittel verzichtet werden. Genauso sollte sportliche Tätigkeit und direkte Sonneneinstrahlung am Behandlungstag vermieden werden. Um Schmerzen nach der OP zu mindern, kann die Wange gekühlt und Schmerztabletten eingenommen werden. Außerdem sollte weiterhin genaustens auf Mundhygiene geachtet werden, um eine erneute Entzündung auszuschließen.

Sollten Sie noch Fragen zur Wurzelbehandlung haben, kommen Sie jederzeit vorbei, wir beraten Sie gerne!

 

 

 

 

 

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