Warum Zähne im Alter dunkler werden
Mit den Jahren verändert sich nicht nur unsere Haut oder unser Haar. Auch die Zähne sehen irgendwann anders aus als mit 20. Sie wirken häufig gelblicher, weniger brillant oder insgesamt dunkler. Das ist zunächst einmal völlig normal. Doch nicht jede Verfärbung hat dieselbe Ursache – und entsprechend unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, wieder für ein helleres Lächeln zu sorgen.
Wer alte Fotos betrachtet, entdeckt manchmal einen Unterschied, den man im Spiegel kaum bemerkt: Die Zähne waren früher heller. Dahinter steckt keineswegs zwangsläufig mangelnde Zahnpflege. Die natürliche Zahnfarbe verändert sich im Laufe des Lebens.
Entscheidend dafür ist der Aufbau unserer Zähne. Der sichtbare Teil besteht außen aus vergleichsweise hellem Zahnschmelz. Darunter liegt das sogenannte Dentin, das von Natur aus deutlich gelblicher gefärbt ist. Mit zunehmendem Alter nutzt sich die äußere Schmelzschicht ab und wird transparenter. Dadurch scheint das darunterliegende Dentin stärker hindurch – die Zähne erscheinen gelblicher oder dunkler. Die Bundeszahnärztekammer beschreibt diesen Prozess als einen normalen Bestandteil der Veränderung der Zahnfarbe im Laufe des Lebens.
Kaffee, Tee und Rotwein hinterlassen ihre Spuren
Zur natürlichen Veränderung kommen äußere Einflüsse. Kaffee am Morgen, schwarzer Tee, Rotwein, Cola, intensiv gefärbte Lebensmittel und insbesondere Tabak können mit der Zeit sichtbare Farbstoffe auf der Zahnoberfläche hinterlassen. Solche äußeren Verfärbungen unterscheiden sich von Veränderungen, die im Inneren des Zahnes entstehen.
Das ist eine wichtige Unterscheidung, denn oberflächliche Verfärbungen lassen sich häufig vergleichsweise einfach entfernen. Im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung werden neben Zahnstein und bakteriellen Belägen auch viele dieser Farbauflagerungen beseitigt. Anschließend werden die Zahnoberflächen geglättet und poliert. Die Zähne wirken danach bei vielen Patienten bereits sichtbar heller – ohne dass ihre eigentliche Zahnfarbe verändert wurde. Eine professionelle Zahnreinigung ist deshalb allerdings kein Bleaching. Sie bringt vielmehr die natürliche Zahnfarbe wieder stärker zum Vorschein.
Und was können Whitening-Zahnpasten?
Die Versprechen auf den Verpackungen sind oft groß: „Extra White“, „Brilliant White“ oder „Whitening“. Tatsächlich können manche dieser Zahnpasten oberflächliche Verfärbungen reduzieren. Eine echte Aufhellung der natürlichen Zahnfarbe erreichen sie jedoch in der Regel nicht. Viele Produkte arbeiten vor allem mit abrasiven Bestandteilen, die Ablagerungen mechanisch von der Zahnoberfläche entfernen.
Gerade bei häufigem Gebrauch ist deshalb Vorsicht geboten. Die Bundeszahnärztekammer weist darauf hin, dass der regelmäßige Gebrauch stark abrasiver Whitening-Zahnpasten den Zahnschmelz aufrauen und Zahnhartsubstanz abtragen kann. Hoher Druck beim Putzen und häufige säurehaltige Lebensmittel können diesen Effekt zusätzlich verstärken. Mehr Druck und mehr „Schmirgeleffekt“ bedeuten also nicht automatisch weißere oder gesündere Zähne.
Wenn die natürliche Zahnfarbe heller werden soll
Wer nach einer professionellen Reinigung weiterhin mit seiner Zahnfarbe unzufrieden ist, kann über ein Bleaching nachdenken. Anders als eine Zahnreinigung verändert eine professionelle Zahnaufhellung tatsächlich die Farbe des Zahnes. Dabei werden in der Regel Präparate auf Basis von Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid eingesetzt. Sie dringen in die Zahnhartsubstanz ein und verändern dort farbgebende Moleküle durch Oxidation.
Vorher sollte allerdings immer geklärt werden, warum die Zähne dunkler erscheinen. Karies, undichte Füllungen, Erkrankungen des Zahninneren oder andere Veränderungen sollten vor einer rein kosmetischen Behandlung ausgeschlossen werden. Besonders ein einzelner Zahn, der sich deutlich dunkler verfärbt als seine Nachbarn, sollte zahnärztlich untersucht werden. Eine solche Veränderung kann beispielsweise nach einem früheren Trauma oder durch Veränderungen des Zahnnervs entstehen.
Weiße Zähne sind nicht automatisch gesündere Zähne
Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft: Die natürliche Zahnfarbe ist von Mensch zu Mensch verschieden. Gesunde Zähne müssen nicht schneeweiß sein – und ein leicht gelblicher Farbton sagt nichts darüber aus, wie gut jemand seine Zähne pflegt.
Wer sich dennoch hellere Zähne wünscht, sollte zunächst herausfinden, was hinter der wahrgenommenen Verfärbung steckt. Manchmal reicht eine professionelle Zahnreinigung. In anderen Fällen kann ein Bleaching sinnvoll sein. Und gelegentlich steckt hinter einem dunkleren Zahn eine Ursache, die medizinisch behandelt werden sollte.
Die Zahnärzte am CentrO. können deshalb zunächst Zähne, Zahnfleisch, vorhandene Füllungen und Zahnersatz beurteilen und anschließend gemeinsam mit Ihnen klären, welche Möglichkeiten für ein natürlich helleres Lächeln sinnvoll sind – und welche nicht. Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst weiße Zähne zu haben. Sondern gesunde Zähne, mit deren Aussehen man sich wohlfühlt.
